Förderung zur Weiterbildung durch das Land Brandenburg

Nach Übernahme der insolventen EBW Eisenbahnwerk Eberswalde GmbH durch die Schienenfahrzeugwerk Eberswalde GmbH (SFW) zum 1. Januar 2018, wurden die bis dahin durchgeführte Aufträge in der Güterwagen- und Komponenteninstandhaltung weitergeführt. Um eine optimale Auslastung des Standortes Eberswalde zu erreichen wurden neue Kunden und Aufträge generiert / akquiriert und eine Erhöhung der Produktionszahlen erreicht.

Für eine reibungslose Abarbeitung der Aufträge ist es notwendig gewesen, die Mitarbeiteranzahl zu erhöhen und die Arbeiten in einem veränderten Schichtsystem durchzuführen.

Um den Kundenwünschen gerecht zu werden, begannen wir mit der Planung zur Mitarbeiterqualifizierung. Unter Beachtung des Gender-Mainstreaming-Prinzip sowie des Grundsatzes der Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung erfolgte die Auswahl der benötigten Mitarbeiter1. Als weiteren Punkt in der Stabilisierung des Standortes Eberswalde wurde die Fachkräftesicherung durch eine betriebsnahe Weiterqualifizierung der Mitarbeiter ins Konzept aufgenommen.

Für eine fachgerechte Umsetzung der anstehenden Aufgaben im Bereich Schweißen und der Aufarbeitung von Radsätzen wurden Mitarbeiter gesucht, die über eine mindestens 5-jährige Berufserfahrung im Bereich Schweißen verfügten und sich auf dem Gebiet der zerstörungsfreien Prüfung (VT, UT und MT) weiterbilden möchten. So bildeten wir DVS Schweißwerkmeister/Lehrschweißer und internationalen Schweißfachmann für die Güterwageninstandhaltung sowie Ultraschallprüfer; Magnetpulverprüfer und Sichtprüfer für die Radsatzinstandhaltung aus.

Mit der Durchführung und des Nachweises der entsprechenden Qualifizierung war eine Erhöhung der Akquirierung von Aufträgen durch bestehende und neue Kunden zu verzeichnen. Seit der Übernahme durch die SFW konnte die Mitarbeiteranzahl von anfänglich 74 Mitarbeitern auf 142 Mitarbeiter erhöht werden. Das Schichtsystem wurde z.B. in der Radsatzwerkstatt von einem Einschichtsystem auf ein Zwei-/Dreischichtsystem erweitert. Durch die Weiterbildungsförderung der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ist der Erhalt und die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit sowie die Stabilisierung und der perspektivische Aufbau von Arbeitsplätzen eingetreten.

Die Finanzierung der Fortbildung „Ausbildung zum Schweißwerkmeister und weitere Ausbildung“ erfolgte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), der ILB und der Richtlinie des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Land Brandenburg (Weiterbildungsrichtlinie), wofür wir uns rechtherzlich bedanken.

Die Allgemeine Verbundausbildung und Prüfungsvorbereitung, Industriemechaniker, 1. Ausbildungsjahr und Mechatroniker, 1. und 2. Ausbildungsjahr wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds (ESF), der ILB und der Richtlinie des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Land Brandenburg (Weiterbildungsrichtlinie), wofür wir uns rechtherzlich bedanken.

Förderung der Verbundausbildung

Seit dem 01. August 2020 wird die Ausbildung unserer Azubis im Ausbildungsberuf Industriemechaniker 1. Ausbildungsjahr, Mechatroniker 1. Ausbildungsjahr und Mechatroniker 2. Ausbildungsjahr im Verbundsystem mit dem Angermünder Bildungswerk durchgeführt.

Eine Verbundausbildung ist die Übertragung von Teilen der betrieblichen Ausbildung an einen Partner (anderer Betrieb oder Bildungsträger). Sie kommt insbesondere dann in Betracht, wenn ein Betrieb nicht alle Ausbildungsabschnitte eines Berufes selbst vermitteln kann.

In welchem Maße die Verbundausbildung durch die Ausbildungsbetriebe genutzt wird, hängt von den betrieblichen Möglichkeiten und Bedürfnissen ab. Sie kann ganz individuell sein, zum Beispiel im ersten Ausbildungsjahr für die Grundausbildung oder in der Fachausbildung für besondere Lehrgänge, wie zum Beispiel Speicherprogrammierbare Steuerungen - SPS, Hydraulik, an rechnergesteuerten Werkzeugmaschinen - CNC-Technik.

Die Verbundausbildung hilft

  • Unternehmen bei der Realisierung des kompletten Ausbildungsumfanges,
  • Aufwendungen für die berufliche Bildung besser zu verteilen,
  • Den Nachwuchs zu sichern, gerade wenn der Betrieb spezialisiert ist,
  • Spezielle Ausbildungsinhalte bei Partnerbetrieben zu vermitteln,
  • Abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Berufsbildung zu sichern,
  • Jungen Leuten in der Region eine Berufsperspektive zu erschließen.

(Quelle: www.ihk-ostbrandenburg.de)

Die Qualifizierte Ausbildung im Verbundsystem (PAV) wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

Unserer Förderer

Land Brandenburg - Ministerium für Arbeit, Soziale, Gesundheit, Frauen und Familie

Europäische Union - Europäischer Sozialfonds

Europäischer Sozialfonds Land Brandenburg